Mahlzeit

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Liebe Freunde der gediegenen Lebensart, ich weiß nicht, ob man’s gut lesen kann, was da auf der Bank steht – am besten, ich schreibe es hier noch mal auf: „Bitte nicht berühren“ steht da, und „Keine Sitzbank“. Und obendrüber an der Wand, das ist ja eindeutig zu erkennen: Ruhe dich ein bisschen aus. So weit die Fakten.

Das Ganze ist uns früher in diesem Jahr auf einer Reise durchs südöstliche Mitteleuropa begegnet, es war nicht Österreich, es war nicht Tschechien, vielleicht erkennt ja die eine oder andere den verwendeten Dialekt und den Einfallswinkel des Sonnenlichts zur Osterzeit.

Nun könnte man meinen, wenn an einer Wand die Einladung/Aufforderung steht, man solle sich ein wenig ausruhen, und davor steht eine Bank: Da soll ich mich jetzt wahrscheinlich hinsetzen, könnte man meinen. Meine ich. Ich mein ja nur. Aber die näheren Hinweise auf der Bank deuten in eine ganz andere Richtung.

Was also will man uns sagen? Wir sollen relaxen – und zwar im Stehen? Oder dürfen wir uns vor die Bank setzen/legen/knien? Vielleicht stehen uns die Socken und die Kissen zur Verfügung, um uns a bisserl auszumruhn. Oder nein, da steht ja, wir dürfen nichts berühren. Dann gilt das sicher auch für die Socken.

Links neben der Bank war jedenfalls der Eingang in ein Wirtshaus. Da haben wir erst mal getrunken und gegessen, das kann nie schaden, und dann weitergerätselt.

So. Eigentlich wollte ich das heute schon viel früher in dieses Internet einfügen, aber wir haben ganz analog einen Tagesausflug auf einen Berg unternommen und haben (schon wieder) gegessen und getrunken. Da hängt nämlich auch ein Schild, auf diesem Berg, und da steht drauf, wenn wir da nichts essen täten, würden alle möglichen Leute verhungern, einschließlich uns und des Wirts. Aber das Schild kennt ihr ja schon.

08. November 2015 von Thomas Stillbauer
Kategorien: Allgemein | 36 Kommentare

Kommentare (36)

  1. Bänke mit Schildern schwören immer schlechte Erinnerungen herauf.
    Aber es ist schon ein Paradoxum, erst ne Bank aufstellen mitsamt Schild eine Einladung zur Gmuertlichkeit und dann entlarvt sich alles als Deko. War denn das Essen wenigstens echt? Habt ihr mit Spielgeld gezahlt?

  2. „Rua di a bissl aus“ klingt doch sehr einladend. Ist das Moseldialekt.? „Komm, pflanz dir hin“ oder hochdeutsch gestelzt „bitte setzen Sie sich , um auszuruhen“ oder werbeträchtig „mach hier mal Pause“? Oder: „komm rein, hier gibt’s Futter wie bei Mutter“ . Und wie sagt der Hesse dazu?

    Und dann soll man sich doch nicht setzen, sondern sich im Lokal vollfuttern mit, ja mit was denn?

    Gut ist, dass man die Wirte nicht verhungern lässt, sie sind doch wichtig für unsere prallen Bäuche.

  3. Das Essen war sehr echt, Grace. Und schmackhaft. Zum Glück, denn es war der einzige zumutbare gastronomische Betrieb weit und breit.
    Und der Dialekt, nee, Lady, nicht Mosel. Deutlich südöstlicher. Aber wie gesagt, das war zu Ostern. Vielleicht darf man inzwischen sitzen.

  4. Na zum Glück war das Essen wenigstens echt gut! Den Dekotinneff finde ich aber echt scheußlich, immerhin ist er in diesem Falle unfreiwillig komisch 🙂
    apropos Deko: ich habe heute nach dem Tannebaum aufm Römer geschaut – die Spitze ist dran und er sieht fabelhaft aus!

  5. In punkto Weihnachtsbaum sind wir eben spitze. 😉

  6. Hab ich euch eigentlich schon mal erzählt, was einer Bekannten von mir passiert ist?
    Sie ist mit dem Familienauto in die Waschanlage bei einer Tankstelle gefahren, sonst machen das wohl die Männer in der Familie. Sie hat alles, was auf dem Schild stand, brav gelesen und befolgt. Bei „Türen schließen“ hat sie sich mit ganzer Kraft an das Tor gehängt und es zugeschoben. Die Anlage startete nicht, warum auch immer, und sie holte Hilfe beim Tankwart. Erst, als der kam und sagte „Welcher Idiot hat denn das Tor zugemacht“ ist ihr gedämmert, dass mit „Türen schließen“ die Autotüren gemeint waren …

  7. Glück gehabt – wenn sie das Tor von drinnen geschlossen hätte und die Anlage gestartet wäre, hätte das möglicherweise die nächste Kandidatur für die Darwin Awards gegeben …

  8. Aber wie sagt der Schwabe doch so schön …
    https://www.youtube.com/watch?v=Je5C6Aisc4o

  9. Beim nächsten Mal lässt sie vielleicht alle Türen offen. Das wäre dann die günstigste Außen- und Innenwäsche weit & breit.

  10. Oje, wie gut, dass ich Bahn fahre! Da lauern allerdings andere Gefahren.
    Wir haben uns nu genug ausgruat und morgen beginnt eine neue Woche mit allen Ärgernisse, Freuden, Leiden aber auch Chancen und Möglichkeiten – ich wünsche euch eine gute selbige! Am Mi geht es für mich in Richtung Lüneburger Heide.

  11. Da schließe ich mich an mit den guten Wünschen für die Woche. Passt auf Euch auf.

  12. Wünsche einen stimmungsvollen 2. Advent! Ruaht eich aus!

  13. Winterschlaf?

  14. Ja, irgendwie müde alle, oder? Das Jahr war lang. Aber den Rest kriegen wir auch noch rum, oder?

  15. Und nächstes Jahr schaffe ich es auch mal, einen Satz ohne „oder?“ zu beenden, oder?

  16. Na klar, oder?!
    2016. Meine Güte: Als Kind fand ich es immer bedauerlich, dass im Jahr 2000 schon „alt“ bin. Geht es euch auch so, dass das magische Jahr 2000 gefühlt erst so 7, 8 Jahre her ist?

  17. Ja, chrrrrr, schnarch, es ist zwar kein Winter, hier blühen die Rapsfelder, das scheint mir sonderbar im Dezember.

    Nee, die Jahrtausendwende empfand ich nicht als magisch, ich bin bloß immer verwundert, dass sich ein wesentlicher Teil meines Lebens im „vorigen Jahrhundert“ abgespielt haben soll. Da fühle ich mich ja uralt. Schon geschichtsbuchreif. Rückblickend war das hinter uns liegende Jahrhundert ziemlich böse. Aber es hat sich doch zunächst mal ganz schön gerappelt, und nun? Jetzt gehe ich in meine Schlafhöhle zurück und schnarche für den Frieden in der Welt.

  18. Ist das wirklich Raps? Die PF. behauptet immer, das sei womöglich Senf. Also außerhalb des Frühjahrs. Im Frühjahr ist es Raps. Sagt die PF.
    Ja, das Jahr 2000 war schon eine magische Grenze für uns Kinder, da würde ich Grace zustimmen. Als sie dann kam, die magische, wurde ich erst noch mal ganz jung und anschließend – gefühlt – viel schneller alt,
    Viele Grüße aus Thüringen!

  19. Argh, diese winzige Schrift auf dem Tablett-Peezee!

  20. Ein großer Teil unseres Lebens hat sich nicht nur im vorigen Jahrhundert abgespielt, sondern sogar im vorigen Jahrtausend 😆 oder? 😉
    Wie lange kennen wir uns eigentlich schon? Haben wir bald 10-jähriges?

  21. Gute Frage … Müsste so 2007 gewesen sein. Oder? 😀 Oder schon 2006?

  22. Ich glaube, es war 2006.
    Wahnsinn. Soviel ist passiert seither. Gutes und Schlechtes, Normales und Erstaunliches. Und das Wetter ist wirklich erstaunlich. Ob Senf oder Raps.
    Erstaunlich aber auch mein schöner Tablet. Wenn ich an die Enterprise aus meiner Kindheit denke, ist das kleine Wunderwerk hier unfassbar modern. Ob die ganze Technik die Menschheit voran bringt, lassen wir mal dahin gestellt sein. Komisch, dass der Mensch uberhaupt immer voran will. Und sich selten an der Schönheit des Hier und Jetzt erfreut.

  23. Guten Morgen. Moderne Technik hat mich aus Thüringen wieder heimgebracht. Möge das Jahr für alle gut ausklingen – auch für jene, die ihr neues Tablet schon VOR Weihnachten bekommen haben. 🙂

  24. Dann bist du nicht mit der DB zurück gekehrt. Deren Technik ist ja nicht so modern. Den Tablet und das neue Smarti habe ich mir Xmas unabhängig geschenkt 🙂 Und aus dem sonstigen Weihnachtswahnsinn halten wir uns generell raus. Was nicht heisst, dass wir keinen wunderbaren Baum haben. Und die Ente wartet im Kühlschrank auf ihren großen Einsatz.. Ich wünsche eine stressfreie Weihnachtswoche

  25. Danke ebenfalls. Und es war tatsächlich nicht die DB. Hoch lebe das antizyklische Selbstbeweihnachtungsgeschenk!

  26. Oho, morgen kommt die erste Gästin und übermorgen folgt der Rest. Ich hoffe, niemand bringt Geschenke mit. Wir haben keine, vereinbarungsgemäß, kein Stress, nur ein gutes Essen , nix Weihnachtschichi, nur viel Freude über das Beisammensein, so stellen wir uns das immer vor und halten uns auch daran. Aber dann haben unsere Gäste doch immer wieder Geschenke für uns und wir fühlen uns beschämt. Ist kompliziert, dies Weihnachtsfest, aber trotz dieser Peinlichkeiten meistens doch fröhlich. Und vor zwei Jahren kamen so um Mitternacht auch unsere Nachbarn aus der gegenüberliegenden Wohnung zu uns. Deren Kind ja eigentlich unser Ersatzenkel war , aber nun liegen wir im Streit (mit den Eltern, nicht mit dem mittlerweile schon halberwachsenen Kind), schön ist das nicht.

    Wie auch immer, ich wünsche Euch schöne arbeitsfreie (?) Weihnachtstage umgeben von Menschen, die ihr gern habt.

  27. Danke, ich wünsche euch auch allen schöne und geruhsame Feiertage!
    Wenn ich bei jemandem zum Weihnachtsessen eingeladen bin, bringe ich auch immer etwas mit und erwarte natürlich kein Geschenk, der Gastgeber hat ja schließlich die ganze Arbeit mit dem Essen usw., mach dir also keine Gedanken, alles in Ordnung 😆

  28. Wenn man sich doch bloß endlich darauf einigen könnte, an Weihnachten denen zu geben, die nichts haben – und nicht denen, die sowieso schon zu viel haben. *seufz*
    Arbeitsfrei wär schön … aber ich hatte vorher zwei Wochen frei. Das ist ja auch schon mal was.
    Macht Euch schöne Tage, genießt die ungewöhnlich lange Ruhe. Hoffentlich ist niemand gezwungen, am verkaufsoffenen Sonntag, 27.12., irgendwo hinter den Brücken teilzunehmen. Wie kommt man auf so einen Irrsinn?

  29. Der verkaufsoffene So ist völlig an mir vorüber gegangen. Wer sich sowas ausdenkt? Die Gutscheine müssen eingelöst, das Bargeld angelegt und ‚falsche‘ Geschenke umgetauscht werden. Der Konsum hat die meisten halt fest im Griff. Aber ich finde es auch völlig nor
    mal, de Gastgeber etwas mitzubringen, da braucht man wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben.
    So ich wünsche euch einen entspannten Endspurt 🙂

  30. In Berlin gab es am 27. zwar keinen verkaufsoffenen Sonntag (die hatten wir ja schon vorher), dafür aber die stets offenen Bahnhofssupermärkte. Man mag´s nicht glauben, die wurden so überrannt, dass die Kaufwütigen nur in Schüben hereingelassen werden konnten. Angeblich, so berichtete ein Security-Mann in der Berliner Abendschau, der den Einlass regulierte, hätten die Menschen sich fast geprügelt. Standen die Menschen kurz vorm Verhungern? Hatte ein Scherzbold eine Berlin-Blockade angekündigt? Oder hatten viele bloß nicht bedacht, dass – oh Graus – die Läden mal volle drei Tage geschlossen blieben?
    Ein Leben ohne täglichen Einkauf ist möglich, aber sinnlos (frei nach Loriot)

  31. Jawoll, pro Gastgeber-was-mitbringen! Wir sind Silvester zu einem feinen Menü eingeladen und dürfen angeblich nichts dazu beitragen. Na, irgendwas wird uns sicher einfallen, und wenn es das prickelnde Getränk zum geselligen In-der-Küche-beieinander-Stehen vor dem Essen ist.
    Zum Glück hat die Vorsehung ja zum Jahreswechsel einen Einkaufssamstag zwischen die Feiertage gelegt, so dass selbst im freien Berlin keine Panikkäufe am Bahnhof zu tätigen sind. 🙂
    Lasst es Euch gutgehen!

  32. Ihr habt ja recht. Zu einer Essenseinladung bringe ich auch etwas mit – ein Mitbringsel halt, ein Prickelgetränk, ein ausgefallenes Gewürz für den Koch oder die Köchin. Einen schönen Blumenstrauß. Aber zu einem Weihnachtsessen im Kreise der Familie, wo wir nur fröhlich beisammen sein wollen, ohne Auswickelgeschenke, für jeden etwas… Und wir haben dann nix, weil unsere Fantasie nicht ausreicht, um irgendetwas Besonderes zu finden und wir uns auch nicht mehr in den Verkaufstrubel stürzen mögen. Ja früher, da konnte ich meine Mutter noch mit einem Wäscheständer beglücken, den ich als Gespenst verkleidet habe, auch mit einem kleinen Handbesen, weil der alte Besen nur noch drei Haare hatte, puh, damals, als wir alle arm waren, da war schenken leicht. Da musste man nur gucken, was fehlt. Aber heute? Was wir brauchen und haben wollen, haben wir uns schon lange gekauft. Geben wir es doch lieber denen, die nichts haben, wie Tee sagt. Die sind ja gerade bei uns angekommen. Aber die brauchen ja meistens als größtes Geschenk unsere Bereitschaft, uns auf sie einzulassen.

  33. Das alte Jahr ist futsch! Werden wir es vermissen?
    Allen einen guten Neustart und viel Glück bei allem, was Ihr vorhabt.

  34. Jawoll, Prosit Neujahr! Lasst es Euch gut gehen!

  35. Alles Gute, viel Glück und Zufriedenheit, Frieden und Gesundheit wünsche ich uns allen!

  36. Da kann ich mich nur anschließen, das wünsche ich uns auch!