Brüller

Zahnarzt BrüllEs gibt Dinge, die schiebt man vor sich her, so lang es geht. Zum Beispiel … Blogbeiträge schreiben.  Was dachtet Ihr denn? Das Foto zu diesem Blogbeitrag drängte sich irgendwie auf. Es begegnete mir in einer feinen Wohngegend. Ich nehme an, es liest sich schlimmer, als es ist. Vielleicht malt es sogar ein wenig den Teufel an die Wand. Mit Namen treibt man generell keine Scherze, aber Namen sind auch irgendwie Nachrichten. Die Frage ist: Würde sich unter Euch jemand von einem solchen Schild abschrecken lassen? Angenommen, ihr wohnt nebenan, habt Zahnschmerzen oder wollt Maßnahmen einleiten, die verhindern, dass Ihr in näherer oder fernerer Zukunft Zahnschmerzen bekommt – geht Ihr also in dieses Haus und sagt: Hallo, Herr Doktor … Oder anders: Ihr ruft ihn an. Die Sprechstundenhilfe hat schon Feierabend. Er ordnet noch ein paar Sachen für den nächsten Morgen, da klingelt das Telefon. Er hebt den Hörer ab und sagt: „Brüll?“

Vermutlich ist Doktor Brüll ein ganz normaler Zahnarzt wie die meisten anderen auch. Vielleicht sogar noch ein wenig zärtlicher. So ein Name verpflichtet ja auch. Etwas anderes wäre es, wenn ich das Gefühl hätte, ich müsste dringend meine Nase verschönern lassen oder eine andere Partie meines Körpers. Da könnte die Praxis von Dr. Frankenstein noch so nahe sein …

Noch ein netter Versprecher: Wir saßen vor einem Gebäude mit lückenhaftem Baugerüst und rätselten, wie der Bauarbeiter da oben von A nach B gelangen wollte. Da sagte Freund R.: „Wahrscheinlich schwingt er sich mit einer Liane wie Zahnarzt von Ast zu Ast.“

27. Juni 2016 von Thomas Stillbauer
Kategorien: Allgemein | 38 Kommentare

Kommentare (38)

  1. Ein wahrer Brüller! Heute bin ich an einem Schild vorbeigekommen “Fleischerei Ranzig“. Hmm!

  2. Lecker!

  3. Hier brüllt niemand mehr. Sommerpause?

  4. Urlaub mit Gebrüll. Gruß aus Stockholm!

  5. Oh, Stockholm! Da war ich mal als 7jähriges Kind. Schweden war für mich das Land des Friedens. Ich habe mir vorgestellt, wenn wieder Krieg ist, dann laufe ich dort hin, so schnell ich kann.

    Lieber Tee, bist Du auch schon auf der Flucht?

  6. Wenn man so liest, was bei Euch daheim los ist, könnte man glatt wirklich Fluchtpläne machen. Sind jetzt in Helsinki, Nahziel Lappland. Noch mit Rückkehrplänen.

  7. Puh, da oben in Finnland gibt es viele Mücken, nach meiner Erfahrung wie Schneetreiben vor dem Autowischer, man traut sich gar nicht auszusteigen. Aber die meisten Mücken stechen ja nicht. Puh, mich damals aber schon, als ich in Ermangelung einer Innentoilette mal raus musste. Es begegneten mir Menschen, die wie Imker verkleidet waren, völlig verhüllt.
    Bleibt tapfer. Die Leute sind dort sehr nett.

    Und kommt entspannt zurück. Hier ist alles wie immer: ein Amok.ein missglückter Anschlag, , zig Autounfälle, und dazu die üblichen Kommentare der Politiker. Die jetzt wieder ihr „Bestes“ geben, was sie vorher wohl nicht getan haben

    Schönen Urlaub in Lappland . Finnland ist schön, trotz der Plagen.

  8. Ja, die Mücken. Gesehen haben wir noch keine, aber gestochen worden bin ich inzwischen vier oder fünf Mal. Alles harmlos allerdings. Jedenfalls gegen das, was sich zurzeit in deutschen Einkaufszentren und in Politikerköpfen abspielt, egal ob Ger- oder Muselmanen. Wir bleiben noch ein bisschen hier, next stop Norwegen, und freuen uns des Lebens.

  9. Am besten alle Empfangsgeräte mal auslassen.
    Genießt die stillen Fjorde und freut Euch weiterhin des Lebens. Viel Spaß!

  10. Hm, nun geht das Leben doch weiter. Mückenstiche abgeheilt? Der schöne Urlaub vorbei? Wie war´s? Ich liebe Skandinavien ja auch, habe dort einen kleinen Teil meiner Kindheit verbracht mit schönsten Erinnerungen an Trolle und Wälder. Mein Ersatzvater hat dort aus dem Harz der Tannen Kaugummi gezaubert. Schön dort.
    Und wo ist Grace? Und alle anderen?

  11. Ja, leider vorbei, der schöne Urlaub. War natürlich riesig. Und kaum Mücken. Und super Wetter. Und so schöne Gegenden.
    Und ich hab immer noch kein Urlaubsfoto hier gepostet. Ich komm aber auch zu nix!

  12. Lieber Tee, wir sind ja hier allein auf weiter Flur. Auch Grace ist weg. Ich mache mir da durchaus Sorgen. Was ist mit ihr? Frag doch mal an, ob es ihr gut geht.

    Schön, dass Ihr einen fast mückenfreien Urlaub hattet. Und klar, er war wieder viel zu kurz.

  13. Huhu 👋 bin auch noch da 😉 ich hätte ja in letzter Zeit unser ehemaliges Wohnblog gebrauchen können … wir sind mal wieder umgezogen, diesmal in unser eigenes Häuschen, 100 Jahre alt, liebevoll saniert und renoviert 🏠 und natürlich auf’m Dorf 😆

  14. Hey – Glückwunsch! Von sowas träumen wir auch, die PF und ich … Aber es gibt ja nix mehr für Normalverdiener.

  15. Doch, gibt es, aber ihr wollt ja nicht nach Westrussland. Wer die Weite des Himmels liebt, der ist hier richtig. Wolkenbilder, Rehe im Dorf, Frankfurt nicht weit (na ja, das an der Oder) und Berlin in 1 1/2 Stunden erreichbar, Internet geht auch. Warum in den Städten drängeln? Es gibt hier sogar hochrangige Kultur. Im Schloss Neuhardenberg. Müsst ihr mal kugeln. Und im Winter (vielleicht nicht in jedem) Erlebnisse der sich übereinanderschachtelnden Eisschollen, bei strahlend blauen Himmel. Traumhaft schön.

  16. Und schön. dass Du auch noch da bist, Stella

  17. Hallo liebe Nachbarn, sorry fürs Rarmachen, ich war irgendwie uninspiriert und brauchte mal ne Auszeit. Aber mir geht es gut. So ein Häuschen mit Garten auf dem Lande, das ist was Feines, Glückwunsch! Ich wünsche uns allen weitere wunderbare Spätsommertage!

  18. Das wünsch ich uns auch. Und liebe Chefs. Und nette Kollegen. Frohes Schaffen!

  19. Schön, liebe Grace von Dir zu lesen. Meine Katastrophenphantasie läuft manchmal auf Hochtouren. Vom Pferd gefallen oder Schlimmeres. Beruhigend, Du bist einfach nur nicht inspiriert, das kann jeder nachvollziehen. Ein bisschen Spirit fehlt, weil auch Tees Idee, alias Hauser, von der ursprünglichen Idee , über Stars zu lästern, nicht geklappt hat. Ist ja auch nicht schlimm. Und bühnenreif witzig muss der Mensch ja auch nicht sein. Das ist mein Wort zum Mittwoch.

  20. Naja unser lieber Chef hat den fast fünfstelligen Stellenablau verkündet.

  21. Oh je, arbeitest Du bei der X-bank? Dann wäre ich auch nicht mehr inspiriert. Ich drück Dir beide Daumen.

  22. Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche.
    Allen einen sicheren Job.
    Und uns allen im nächsten Jahr eine Stadt, die Einheitsfeiern würdig über die Bühne kriegt.

  23. Tja bei vielen bedeutete Freiheit nur Reise- und die Konsumfreiheit. Da wurde viel versäumt in den letzten Jahren. Von allen Seiten. Die Politik der ruhigen Hand ist kein Allheilmittel. Vielleicht wurde die ruhige Handie sls Gleichgültigkeit verstanden. Nur neue Straßen und sanierte Altbauten in ausgewählten Städten nutzen nix. Keine Entschuldigung aber vielleicht eine Erklärung.

  24. Da ist was dran. Es gibt viel zu verteilen, verteilen wir’s um.

  25. Und Herr Draghi soll mal die Nullzinsen abschaffen. Die bringen nämlich keinen Aufschwung, sondern machen unserer aller bescheidenes Vermögen und die Renten kaputt. Und Arbeitsplätze.

  26. Das hab ich eh noch nie verstanden, was das bringen soll, die Zinsen abzuschaffen. Sogar Negativzinsen zu erheben.
    Jemandem Geld dafür geben, dass er mein Geld nimmt. Plemplem.
    Ein Wochenende mit guten Gedanken wünsche ich Euch, Ihr Lieben.

  27. Na ja, die Banken, bei denen läuft was schief. Sie haben sich verzockt und wir alle haben´s ihnen irgendwie erlaubt.

    Aber nun zu den Stars: Bob Dylan hat den Nobelpreis für Literatur erhalten. Nicht schlecht. Nun suche ich nach guten Übersetzungen, die diesen Preis rechtfertigen. Manchmal geben die Schweden ja auch schon mal Vorschusslorbeeren wie z.B. beim Friedensnobelpreis.

  28. Es sei ihm gegönnt. Musikalisch kann ih damit allerdings nüscht anfangen. Ihr?

  29. Hm, na ja, mein musikalisches Spektrum ist sehr weit. Bis auf Schnulzen lasse ich mich auf fast alles ein, sogar auf die chinesische Oper, die unseren Ohren sehr fremd klingt. Dylans Stimme ist knarzig aber charaktervoll. Seinen amerikanischen Slang verstehe ich meistens gar nicht, obwohl er ja den Preis für seine Texte bekommen hat. Und irgendwie löst er auch Erinnerungen aus. Ob der Literaturnobelpreis gerechtfertigt ist? Tja. Die EU hat ja auch vor ein paar Jahren den Friedensnobelpreis bekommen. Wofür eigentlich?

  30. Mh schwierig. Ist nicht meine Zeit / meine Musik und ich finde, man sollte die Genres schon trennen. Vielleicht bekommt Martin Walser nächstes Jahr den Grammy?!

    Ärgert euch auch immer dieser Captcha? Egal wie schnell ich schreibe, immer ist der abgelaufen, nervt etwas

  31. Yo. Nervt eminent, das Captcha.
    Hab ich das eigentlich aus dem Augenwinkel richtig gesehen – gibt es da größere Veränderungen beim Restaurant an der großen Kreuzung des Lebens?

  32. Ooooh ja – grauslige weiße Stühle, die gar nicht rein passen. Furchtbar. Waren da seit Jahren nicht mehr, Service hat nachgelassen, Essen auch. Schade!

  33. Ja, echt schade. Mit „Meine liebe Herr“ wär das nicht passiert. 🙁

  34. Ach, Veränderungen an der großen Kreuzung des Lebens? Ich kenne das Lokal zwar nicht, aber die Bezeichnung hat mich immer bewegt, so poetisch, stehend für die Weichenstellungen im Leben, auch für die Zufälligen. Plötzlich geht alles in eine andere Richtung. Alles verändert sich. Manchmal zum Glück, manchmal zu mühsamen, holprigen Pfaden, aber unvermutet doch wieder zu etwas Gutem, Unerwartetem. Das macht das Leben ja auch spannend,
    Und wo ist „meine liebe Herr“ geblieben?

  35. Ja, das Captcha-feld nervt, aber es gibt noch schlimmere Felder, die ein Kommentieren verhindern

  36. Ich glaube, er ist im Land der aufgehenden Sonne, meine liebe Herr. Und ich bin mal ein Wöchelchen am Fluss, der sich so schön schlängelt. Mal sehen, ob mir da eine Idee für einen neuen Ferd kommt.
    Ich schau aber von dort natürlich hier rein.
    Schöne neue Elektrowelt.

  37. Wie schaut es aus mit neuen Inspirationen? Oder hat sich das Format im Zeitalter von 4.0 überlebt?

  38. Danke für die Inspiration. 🙂
    Gehen Sie bitte weiter zum nächsten Ferd, es gibt hier nichts mehr zu sehen.